Das Kleine Mausohr im Fokus
Foto © Leo Güttinger

Das Kleine Mausohr im Fokus

Das Kleine Mausohr (Myotis blythii/oxygnathus) ist eine sehr schwierig erfassbare Fledermausart. In den Fortpflanzungsquartieren lebt sie zumeist gemeinsam mit dem Mausohr (M. myotis) in Mischkolonien. Beide Geschwisterarten sind anhand von äußeren Körpermerkmalen nur schwer bestimmbar. Auch mit modernen akustischen Methoden lassen sie sich nicht unterscheiden, da deren Ultraschallrufe zu ähnlich sind.

Foto © Guido Reiter
Foto © Guido Reiter
Nicht nur aufgrund der mangelnden Kenntnisse, sondern ebenso wegen ihrer hochgradig gefährdeten Jagdlebensräume im extensiven Grasland und ihrer Spezialisierung auf große Laubheuschrecken gilt das Kleine Mausohr in Österreich als vom Aussterben bedroht. Sie ist zudem europaweit gefährdet und im FFH-Anhang II und IV der EU gelistet. 

In Österreich wurden bisher kleinere regionale Schutzprojekte eingeleitet, doch scheiterte ein evidenzbasierter Artenschutz für das Kleine Mausohr bislang an den im Vergleich zu anderen Fledermausarten schlechten Kenntnissen zu Vorkommen, Verbreitung und Lebensraumnutzung. Daher fehlen auch die dringend notwendigen Wissensgrundlagen für ein österreichweit einheitliches Monitoring dieser Fledermausart.

 

Mit dem Projekt konnten einerseits notwendige Basisdaten zu Vorkommen, Bestandsgröße und Jagdgebietsnutzung dieser in Österreich vom Aussterben bedrohten Säugetierart gewonnen werden. Andererseits wurden auf Basis der Ergebnisse Maßnahmen zu Lebensraumerhalt und -verbesserung erarbeitet werden. 

Dieses Projekt wird durch den Biodiversitätsfond des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft gefördert.