Wiedersehen nach 19 Jahren und 8 Monaten
Im Zuge der diesjährigen Winterquartierkontrollen in Kärnten, kam es zum freudigen Wiedersehen mit einer markierten Kleinen Hufeisennase. Dies war umso bemerkenswerter, als das Tier die beiden letzten Winter nicht gefunden werden konnte und als wohl verstorben gegolten hatte - nun ist es wieder zurück. Das Männchen wurde im Juli 2006 mittels einer roten Armklammer als Jungspund markiert und ist mit beachtlichen 19 Jahren und 8 Monaten nun ein alter Herr.
Fledermäuse werden - vor allem für ihre geringe Körpergröße - sehr, sehr alt, wenngleich der Großteil der Tiere nicht so lange lebt, wie unser alter Bekannter in Kärnten.
Die Markierung mittels färbigen Armklammern hat den Vorteil, dass Informationen ohne die Ringnummer (die nicht immer ablesbar ist, z.b. weil die Tiere unerreichbar hängen) gewonnen werden können. So zum Geschlecht (Männchen werden rechts und Weibchen links markiert) und dem Jahr der Beringung oder den Beringungsort (je nach Fragestellung) über die Farbe. So gelangen heuer neben dem Fund der Kleinen Hufeisennase, noch ein weiterer Fernfund eines Kleinen Mausohrs in Niederösterreich und vier Großer Hufeisennasen in Kärnten.
Grundsätzlich markieren wir Fledermäuse mittels Armklammer aber nur für gezielte Fragestellungen bei denen keine anderen Methoden zur Klärung dieser Fragen zur Verfügung stehen.
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