Wir halten Sie auf dem Laufenden


Im Folgenden möchten wir Sie darüber informieren, was im Rahmen der Fledermaus-Projekte der KFFÖ passiert. Interessante Neuigkeiten aus den Nachbarländern sollen hier jedoch ebenfalls ihren Platz finden.

Falls Sie Neuigkeiten haben sollten, teilen Sie uns diese bitte mit (maria.jerabek(at)fledermausschutz.at).

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Am Samstag, den 6. Mai 2017, fand im Haus der Natur in Salzburg die 14. Hauptversammlung unseres Vereins statt. Die 15 anwesenden Mitglieder wurden mittels Tätigkeits- (Guido Reiter) und Rechnungsbericht (Heinz Wegleitner) über das vergangene Vereinsjahr informiert, weiters wurde der Vorstand entlastet und Statutenänderungen und Beschlüsse durchgeführt. Für die Anwesenden fanden auch Kurzvorträge über die Fledermäuse Salzburgs (Maria Jerabek), das Projekt Fledermauszug über die Alpen (Karin Widerin) und die laufende Masterarbeit über Zwergfledermäuse in der Stadt Salzburg (Valerie Saliger) statt.

Am Nachmittag fanden die Teilnehmer Gelegenheit an einer Frühjahrsexkursion der Salzburger Botanischen Arbeitsgemeinschaft am Haus der Natur auf den Kapuzinerberg inmitten der Stadt Salzburg teilzunehmen. Über den Dächern Salzburgs führte die Exkursion durch eine der „Grünen Lungen“ der Stadt und wir dürfen uns an dieser Stelle bei Günther Nowotny und Georg Pflugbeil für die interessanten Ausführungen bedanken.

Ein weiteres herzliches Dankeschön richtet sich speziell an Direktor Norbert Winding und seinem Stellvertreter Robert Lindner für die Gelegenheit eine weitere unserer Vereinsveranstaltungen im Haus der Natur zu organisieren und durchführen zu können.

Die Abende jeweils vor und nach der Jahreshauptversammlung boten die wunderbare Gelegenheit aktiv an Netzfangaktionen für die von Guido Reiter betreute Masterarbeit von Valerie Saliger über die Zwergfledermäuse in der Stadt Salzburg teilzunehmen. Dabei wurden an verschiedenen Standorten inmitten der Stadt zahlreiche Fledermäuse gefangen und untersucht und die Teilnehmer durften sich auch über eine seltene Nahbegegnung mit einem Biber in der Glan erfreuen.






Der Text folgt in Kürze ...






"Fledermäuse pflegen ist nicht schwer - sie zu füttern dagegen sehr!" Auch das Füttern will geübt sein, da Fledermäuse ihre Eigenheiten haben. Aber mit Unterstützung und Hilfe durch erfahrene Fledermaus-PflegerInnen und etwas Übung kommen die Pfleger und Pflegerinnen schnell drauf, was zu beachten ist. Natürlich ist auch die Pflege nicht immer so einfach, aber gut Ding braucht Weile (und vor allem Geduld!). Fledermäuse sind Wildtiere, daher sind einige Dinge zu beachten. So werden Fledermäuse natürlich nur gepflegt, wenn dies aus fachlicher Sicht notwendig ist!






Am Sonntag den 23. April wurde im Nationalparkzentrum Schloss Orth in Orth an der Donau die Saison eröffnet. Ganz im Mittelpunkt des Familienfests im Nationalpark Donau-Auen standen heuer die Fledermäuse! Abgerundet wurde das Fest, mit den vielen Programmpunkten und Fledermaus-Stationen, durch die Eröffnung der Ausstellung "Kopfüber in die Nacht - Fledermäuse in Schloss & Au" und der Verleihung der Plakette "Fledermäuse Willkommen" an den Nationalpark (übergeben an den NP-Direktor Carl Manzano)!

Die Ausstellung geht bis November und sollten sich Fledermaus-Freunde nicht entgehen lassen. Nicht zu übersehen ist das überdimensional große Graue Langohr (modelliert von Iris Rubin) während die versteckten Fledermaus-Präparate (von Claudia Kubista) in der Baumhöhle erst entdeckt werden müssen! Aber bitte psst, die schlafen tagsüber! Um mehr zu erfahren einfach hinfahren, raufschauen und staunen!

Ein herzliches Dankeschön ergeht an unsere Helfer Florian Wiesinger und den Junior-Ranger Samuel Achenbach für die tatkräftige Unterstützung beim KFFÖ-Stand!






Am Samstag, den 1. April 2017, trafen sich über 70 TeilnehmerInnen zur 4. Tagung zur Fledermausforschung in Österreich an der BOKU, Wien. Die Tagung wurde von der KFFÖ gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur, Institut für Zoologie, Wien, organisiert.

Neben den Vorträgen ist auch der Austausch zwischen den Fledermausinteressierten ein wichtiger Teil der Tagung. Eindrücke von der Veranstaltung bekommen sie ohne viele Worte durch die Fotos von Wilfried Rieder.






Rechtzeitig bevor die Mausohr-Mütter wieder in ihr Sommerquartier zurückkehren, wurde der Kirchturm hoch über den Glocken auf Vordermann gebracht! Trotz der etwas schwierigen Bedingungen konnten wir über 30 Säcke gefüllt mit Guano bergen. Da werden die Mausohren aber Augen machen! Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für die tatkräftige Unterstützung!!!






Am Samstag den 25. Februar 2017 konnten wir mit sehr vielen Freiwilligen gemeinsam an die 60 Weinkeller (!) kontrollieren und wir wurden auch fündig. Die Ausbeute am späten Nachmittag waren 25 Individuen von 6 Fledermausarten!

Vielen Dank an alle fürs Mithelfen und Mitsuchen und an die Kellerbesitzer dafür, dass wir uns in ihren Untergrund begeben durften! Der eine oder die andere KellerbesitzerIn hat diesmal anstelle des Weinglases auch die Taschenlampen geschwenkt und tüchtig mitgesucht! Ein kleines Gläschen gab es dann bei einem der letzten Weinkeller doch auch noch! Ein herzliches Dankeschön gilt auch den Organisatoren vor Ort: Rudi Erdner & Felix Cikanek und für die Spende zur Stärkung danach danken wir ganz herzlich den Freunden des Hollabrunner Waldes!






Gestern wurden in St. Pölten aus einem Innenhof an die 100 Abendsegler (Männchen und Weibchen) evakuiert. Sie haben den kalten Winter hinter einer Dachrinne verbracht. Da der Innenhof gegen Tauben mit einem Netz versichert ist, sind die Fledermäuse eingesperrt. Wir konnten sie durch aufmerksame Beobachter vor Ort rechtzeitig bergen (bevor sie aufgeregt im Hof herumfliegen und wichtige Energie verbrauchen). Sie wurden in die Fledermauskästen an der neuen Traisenbrücke gebracht. Sie waren in einem sehr guten Zustand (Gewicht normal!) - die Übersiedlung verlief daher ohne Probleme. Vielen Dank an DI Ingrid Leutgeb-Born vom Magistrat St. Pölten (Umweltschutz-Lebensraum) für die Betreuung vor Ort, an die Immo St. Pölten und die Firma Kögl für die Unterstützung!






Wie jedes Jahr machen wir auch in diesem Winter Kontrollen in Fledermaus-Winterquartieren. Der Zeitraum der Kontrollen erstreckt sich von Anfang Dezember bis Ende Februar. Einige Quartiere wurden schon auf winterschlafende Fledermäuse kontrolliert, viele werden bis Ende Februar noch folgen.

Die Winterquartier-Kontrollen sind ganz unterschiedlich - es gibt Quartiere, in denen man am Bauch herumkriechen muss, andere, in denen man in großen Hallen mit dem Fernglas nach Fledermäusen sucht. Bei einigen Quartieren dauert der Zustieg lang, andere Winterquartiere liegen direkt neben Straßen. In vielen Fledermaus-Winterquartieren findet man nur wenige Fledermäuse, in manchen Quartieren gibt es allerdings viele Tiere zu zählen ...

Wichtig: Da es im Winter keine ausreichende Nahrung (Insekten) gibt, verbringen Fledermäuse die meiste Zeit mit Schlafen. Dazu benötigen sie feuchte, kühle (ca. 5-10° C) Räume, die vor Frost geschützt sind und ihnen somit als Winterquartiere dienen. Im Winterschlaf senken sie ihre Körpertemperatur auf ca. 1-2° C über Umgebungstemperatur und reduzieren damit ihren Energieverbrauch auf ein Minimum. Die kleinste Störung jedoch kann bereits zum Aufwachen und zum Verlust lebensnotwendiger Energie werden. D.h. Winterquartier-Kontrollen müssen auf das Minimum beschränkt werden, um die Störung so gering wie möglich zu halten!






Das Team der KFFÖ wünscht Euch/Ihnen ein gutes, gesundes, erfolgreiches Jahr 2017!

Bei vielen Tätigkeiten im Fledermausschutz in Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien sind wir auf Eure/Ihre Mithilfe angewiesen. Wir hoffen, auch 2017 wieder darauf zählen zu können. Wir freuen uns schon auf viele spannende gemeinsame Aktivitäten!