Wir halten Sie auf dem Laufenden


Im Folgenden möchten wir Sie darüber informieren, was im Rahmen der Fledermaus-Projekte der KFFÖ passiert. Interessante Neuigkeiten aus den Nachbarländern sollen hier jedoch ebenfalls ihren Platz finden.

Falls Sie Neuigkeiten haben sollten, teilen Sie uns diese bitte mit (maria.jerabek(at)fledermausschutz.at).

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Die KFFÖ lädt zur 16. Jahreshauptversammlung ein. Diese findet heuer am Samstag, den 22. Juni 2019, um 14:00 Uhr in der Vinothek & Weinbaumuseum Klöch in der Steiermark statt. Rund um die Jahreshauptversammlung gibt es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Ausflugsbeobachtung, Vorträgen und Exkursionen. Details zu Jahreshauptversammlung und Rahmenprogramm finden sich im beiliegenden Programm.

Zur Planung bitten wir um Anmeldung zur JHV und den Exkursionen:
schriftlich an die KFFÖ oder per email an info@fledermausschutz.at oder telefonisch unter 0676-7530635.






„Jauerlinger Saftladen“ ist eines der größten schulübergreifenden Naturpark-Projekte Österreichs und erhielt 2017 den größten heimischen Naturschutzpreis „Die Brennnessel“ von der gemeinnützigen Privatstiftung Blühendes Österreich. Über einen "Etikettenwettbewerb" für Saftflaschen werden die Themen Naturschutz und Biodiversität in den Unterricht der Schulen integriert.

Der Malwettbewerb zur Gestaltun der Etiketten wurde in Kooperation mit der Kunstmeile Krems und der KFFÖ durchgeführt. Insgesamt wurden 266 Zeichnungen von den sieben Jauerlinger Volksschulen und der NMS Emmersdorf beim Naturpark Jauerling-Wachau eingereicht.

Herzlichen Glückwunsch an alle jungen KünstlerInnen! Wir gratulieren allen SiegerInnen vom Malwettbewerb Jauerlinger Saftladen vom Naturpark Wachau-Jauerling, besonders Eva Paminger - der Gesamtsiegerin - aus der VS Mühldorf für die kunstvoll gezeichnete Fledermaus! Eva Paminger gewann mit einer kunstvollen Darstellung der Wimperfledermaus – eine seltene Fledermausart, die auch auf Streuobstwiesen nach Insekten jagt. Wir freuen uns, dass so eine schöne Fledermaus die Saftflaschen im Herbst zieren wird!

Danke an alle Kinder für die tollen Zeichnungen, fürs Mitmachen und wir hoffen es hat euch viel Spaß gemacht! Mit der Siegerschule treffen wir uns im Herbst wieder und dann gibt es einen Spaziergang der besonderen Art ... nämlich auf den flatterhaften Spuren der Fledermäuse!

Siehe auch https://www.facebook.com/NaturparkJauerlingWachau/






Am Samstag, den 11. Mai 2019, fand ein Markttag in Großmugl statt. Die KFFÖ hatte von 9:00 - 14:00 Uhr einen Infostand, an dem die Ergebnisse der Weinkeller-Tour 2019 präsentiert wurden. Auch sonst konnten sich Interessierte über Fledermäuse und deren Schutz informieren, für Kinder gab es eine Bastelecke.






Edwin, KFFÖ-Mitglied aus Wien, hat in seiner Pfarrgemeinde eine Spendenaktion für ein Fledermausprojekt gestartet. Details folgen ...




Die ersten Ergebnisse der Abendsegler-Simultanzählungen der Jahre 2016 - 2018 sind da - siehe Bericht! Außerdem haben wird die Infos zur heurigen Zählperiode zusammengestellt.

Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr / sie uns auch heuer wieder bei dem aus Sicht des Fledermausschutzes wichtigen Projekt unterschützen würdet. Bitte einfach bei Guido Reiter melden, wenn Interesse an einer Mitarbeit besteht. Es wird auch sogenannte "Einsteiger-Abende" geben, bei denen man sich eine Abendsegler-Zählung anschauen kann.






In einer mittlerweile liebgewonnenen Tradition durfte die KFFÖ auch dieses Jahr am 1. Mai einen Stand beim Biosphärenpark Wienerwald Cup betreuen. Wie immer drehte sich bei uns alles um Fledermäuse, wobei heuer insbesondere ihre Lebensweise und die Jungenaufzucht im Mittelpunkt standen. Ein herzliches Dankeschön an die vielen interessierten Gruppen und das gesamte Team des Biosphärenparks, das für einen gewohnt reibungslosen Ablauf sorgte.






In Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Donau-Auen wurden am Dienstag in zwei Winterquartieren in Hainburg an der Donau weitere Versteckmöglichkeiten für Fledermäuse geschaffen! Dabei entdeckten wir eine Wasserfledermaus in ihrem Tagesquartier! Vielen Dank an Ronny und Jakob vom Nationalpark für die Montage!






Am Samstag wurden im Waldviertel zwei Häuser mit insgesamt 45 Fenstern kontrolliert und gesäubert. Dabei konnten bereits sieben Individuen von drei Fledermausarten hintern den Fensterläden entdeckt werden: Zwergfledermaus, Zweifarbfledermaus und Mopsfledermaus.

Dank der großzügigen Unterstützung von GEA und mit Hilfe der Firma Schuecker KG konnten wir auch in den oberen Stockwerken die Fenster sicher und ohne Probleme begutachten! Ein besonderes Dankeschön gilt auch Corinna und Flo für die Organisation bzw. die Unterstützung vor Ort!






Auch heuer war die KFFÖ wieder bei der BEX, d.h. der Pannonian Bird Experience, im Seewinkel vertreten. Es gab zwei Vorträge, einen Infostand und am Abend haben wir trotz widriger Witterungsbedingungen versucht, Fledermäuse zu fangen. Der Fangerfolg war gering, dafür hatten wir viel Besuch am Infostand und konnten vielen Interessierten Infos über Fledermäuse vermitteln.






Die aktualisierte Einschätzung zur Wirksamkeit von Artenschutzmaßnahmen bei Fledermäusen ist nun verfügbar (siehe http://conservationevidence.com) und auch das digitale Buch wird demnächst wieder neu aufgelegt. Alles ist frei downloadbar von der Website. Wenngleich die Einschätzungen mit einer gewissen Vorsicht zu betrachten sind (da oft nur Studien zu einzelnen oder wenigen Arten und oftmals nur aus wenigen Gebieten vorliegen), gibt es doch einen Überblick über den Stand unseres derzeitigen Wissens.






Das Mausohr ist mit einer Flügelspannweiter von rund 40 cm die größte heimische Fledermausart. Als Sommerquartiere nutzt es große ungestörte Dachböden von Schlössern oder Kirchen, selten von Privatgebäuden. Auf dem Speiseplan stehen vor allem Laufkäfer oder Maikäfer, aber auch andere Insekten – und das in großen Mengen. Pro Nacht muss eine Fledermaus im Sommer ein Drittel bis zur Hälfte ihres Körpergewichts fressen. Dementsprechend groß sind die anfallenden Mengen an Fledermaus-Guano.

Um das Entfernen des Fledermauskots zu erleichtern, wurden Anfang März – vor dem Eintreffen der Fledermäuse aus ihren Winterquartieren – in zwei Gebäuden, welche große Fledermauskolonien beherbergen, Plattformen errichtet.

Eine der größten Fledermauskolonien Oberösterreichs lebt im Dachboden der Pfarrkirche Weyer. Rund 1.000 Mausohr-Weibchen verbringen hier den Sommer und ziehen ihre Jungen groß. Im Rahmen des Projekts "Offene Dörfer, offene Türme" des Naturschutzbundes, unterstützt vom Land Oberösterreich, Abteilung Naturschutz wurden Zwischenböden unter den Hangplätzen der Fledertiere eingezogen. Ehrenamtliche Helfer trugen das Baumaterial die 66 Stufen durch den Turm in den Dachboden, wo es vom Tischler und Kirchenpfleger Stefan Weißensteiner und seinem Mitarbeiter Karl Riegler eingebaut wurde. Die fachliche Aufsicht der Bauarbeiten erfolgte durch MitarbeiterInnen der Koordinationsstelle für Fledermausschutz und –forschung in Österreich (KFFÖ).

Im Dachboden von Schloss Frein in Frankenburg verbringen bis zu 800 Mausohr-Weibchen den Sommer. Mitglieder der Naturschutzbund-Ortsgruppe und der Freiwilligen Feuerwehr Pehigen haben unter fachkundiger Anleitung von Gerhard Kienberger und Anton Doninger die neue Plattform unter dem Hangbereich der Fledermäuse auf dem Dachboden des Schlosses Frein montiert. "Die nötige Sicherheit bei der Betreuung des Sommerquartiers der Mausohren ist somit wieder gewährleistet", sagt Josef Wadl, Leiter der Naturschutzbund-Ortsgruppe Frankenburg. Im November 2017 kaufte die Firma Green Finance das Schloss und begann mit der Sanierung – mit fachlicher Begleitung durch die Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich (KFFÖ). Bei den Arbeiten wurde auf die Fledermauskolonie, die schon viele Jahrzehnte den Sommer auf dem Dachboden verbringt, Rücksicht genommen.






"Genau hingschaut" haben an die 30 Fledermaus-Begeisterte am 23. Februar 2019. Nach einer Kräftigung mit Kaffee und Krapfen schwärmten wir in sechs Ortschaften im Weinviertel (Bergau, Füllersdorf, Herzogbirbaum, Ottendorf, Porrau und Steinabrunn) aus, um die Wein- und Erdäpfelkeller unsicher zu machen. Dabei haben wir es auf ihre Untermieter abgesehen. Fledermäuse nutzen die Keller, um bei geeigneten Bedingungen zu überwintern: hohe Feuchtigkeit, niedrige Temperaturen, Schutz vor Frost und Ruhe!

So konnten wir insgesamt 70 Individuen von 8 Fledermausarten, darunter die besonders geschützte Bechsteinfledermaus, Mopsfledermaus, Wimperfledermaus und Kleine Hufeisennase, in 44 von 142 kontrollierten Weinkellern aufstöbern. In den Spalten haben sich besonders Wasserfledermaus, Fransenfledermaus, Graues und Braunes Langohr versteckt.

Ein großes Dankeschön gilt allen Beteiligten, Organisatoren, Essens-Sponsoren - v.a. den Freunden des Hollabrunner Waldes - und lokalen Weinkeller-Führern! Dank dem ausgiebigen Sonnenschein und der Begeisterung aller Teilnehmehmenden trotzten wir der Kälte und so mancher hat sogar einen Sonnenbrand davon getragen - unter Fledermausforschenden eher eine Seltenheit! ;-)






Das neue KOPFÜBER ist da und kann heruntergeladen werden. In dieser Ausgabe berichten wir über den Wert des Ehrenamtes, Fledermaus-Quartierbetreuung in Oberösterreich und Salzburg, ehrenamtliche Fledermauspflege in Wien und Niederösterreich, Öffentlichkeitsarbeit und Bewußtseinsbildung der KFFÖ, die Jahreshauptversammlung der KFFÖ, Fledermausfindlinge in Kärnten, Fledermaus-Putzaktionen, wir stellen einige ehrenamtliche Fledermausschützer vor, berichten von Fledermaus- und Höhlenforschern und Fledermauskundlichen Organe in der Steiermark, wie man Fledermäuse mit technischen Hilfsmitteln beobachten kann, über Evidenzbasierten Fledermausschutz, die Große Hufeisennase in der Oberpfalz und 10 Jahre mit Herculine.






Habitatmodelle sind ein mächtiges Werkzeug des Artenschutzes. Das Vorkommen von Fledermäusen konnten die bisher publizierten Modelle aber nicht besonders gut abbilden, was wahrscheinlich auf die geringe Qualität der dafür verwendeten Daten zurückzuführen ist.

In dieser Arbeit sollen daher automatisch registrierende Detektoren (batcorder) eingesetzt werden, die die Rufe von Fledermäusen mit hoher Verlässlichkeit aufzeichnen. Ein exzellenter Datensatz von Habitat- und Landschaftsparametern des Harzes liegt bereits vor.

Die Feldarbeit besteht vorwiegend im Lokalisieren der Standorte, Aufstellen der Detektoren und Speichern der Daten (alles am Tag, keine Nachtarbeit erforderlich). Eine Unterkunft wird vom Nationalpark zur Verfügung gestellt, ein eigener PKW ist aber unbedingt nötig!!! Die Freilandarbeit muss von April bis September 2019 durchgeführt werden.

Kontakt: Prof. Alexander Bruckner, Universität für Bodenkultur (Wien), alexander.bruckner@boku.ac.at




Wie jedes Jahr machen wir auch in diesem Winter Kontrollen in Fledermaus-Winterquartieren. Der Zeitraum der Kontrollen erstreckt sich von Anfang Dezember bis Ende Februar. Einige Quartiere wurden schon auf winterschlafende Fledermäuse kontrolliert, viele werden bis Ende Februar noch folgen. In manchen Regionen Österreichs ist momentan nicht an Winterquartier-Kontrollen zu denken - zu groß sind die Schneemassen, zu gefährlich wäre der Zustieg zu vielen Höhlen.

Grundsätzlich sind die Winterquartier-Kontrollen ganz unterschiedlich - es reicht von Quartieren, in denen man am Bauch herumkriechen muss, bis hin zu anderen, in denen man in großen Hallen mit dem Fernglas nach Fledermäusen sucht. Bei einigen Quartieren dauert der Zustieg lang, andere Winterquartiere liegen direkt neben Straßen. In vielen Fledermaus-Winterquartieren findet man nur wenige Fledermäuse, in manchen Quartieren gibt es allerdings viele Tiere zu zählen ...

Wichtig: Da es im Winter keine ausreichende Nahrung (Insekten) gibt, verbringen Fledermäuse die meiste Zeit mit Schlafen. Dazu benötigen sie feuchte, kühle (ca. 5-10° C) Räume, die vor Frost geschützt sind und ihnen somit als Winterquartiere dienen. Im Winterschlaf senken sie ihre Körpertemperatur auf ca. 1-2° C über Umgebungstemperatur und reduzieren damit ihren Energieverbrauch auf ein Minimum. Die kleinste Störung jedoch kann bereits zum Aufwachen und zum Verlust lebensnotwendiger Energie werden. D.h. Winterquartier-Kontrollen müssen auf das Minimum beschränkt werden, um die Störung so gering wie möglich zu halten!






Das Team der KFFÖ wünscht Euch/Ihnen ein gesundes, zufriedenes und erfolgreiches Jahr 2019!

Bei vielen Tätigkeiten im Fledermausschutz in Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien sind wir auf Eure/Ihre Mithilfe angewiesen. Wir hoffen, auch 2019 wieder auf Eure/Ihre Unterstützung. Wir freuen uns schon auf viele spannende gemeinsame Aktivitäten!