Wir halten Sie auf dem Laufenden


Im Folgenden möchten wir Sie darüber informieren, was im Rahmen der Fledermaus-Projekte der KFFÖ passiert. Interessante Neuigkeiten aus den Nachbarländern sollen hier jedoch ebenfalls ihren Platz finden.

Falls Sie Neuigkeiten haben sollten, teilen Sie uns diese bitte mit (maria.jerabek(at)fledermausschutz.at).

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Das 16. European Bat Research Symposium findet in der ersten Septemberwoche, d.h. von 02.-06.09.2024 in Tarragona, Spanien, statt.

Wichtige Termine & Preise:

Nähere Infos auf der Konferenz-Website: https://www.congressos.urv.cat/ebrs-2024/home

Kontakt:







Im Dezember letzten Jahres erschien bei Springer (springer.com) der Band Chiroptera aus der Serie Handbook of the Mammals of Europe (Herausgeber Danilo Russo).
Es handelt sich um eine brandaktuelle und detaillierte Enzyklopädie über die Fledermäuse Europas. Das Buch gibt einen umfassenden Überblick über die Biologie (von Paläontologie bis Genetik) und das Management (inkl. Herausforderungen für Forschung und Schutz) aller Arten. Jedes Kapitel enthält eine Verbreitungskarte, ein Foto, sowie weiterführende Literaturangaben zur jeweiligen Spezies.
Ein neues Standardwerk für FledermausexpertInnen und alle, die es werden wollen!

Chiroptera (Handbook of the Mammals of Europe)
Danilo Russo (Hrsg.)
2023, Springer Verlag
963 Seiten, 214 Abbildungen
Englisch, auch als eBook erhältlich
Preis: ca. € 400
ISBN: 978-3-030-44028-2 (Hardcover)
ISBN: 978-3-030-44029-9 (eBook)
https://link.springer.com/referencework/10.1007/978-3-030-44029-9






Vermutet wurde es schon lange, aber jetzt steht es fest: der Riesenabendsegler (Nyctalus lasiopterus) wurde nun auch in Österreich nachgewiesen. Das lässt die Zahl der Fledermausarten in unserem Land auf 31 ansteigen!

Ein junges Männchen, besendert in einem Nationalpark in der Nähe der Stadt Gus-Chrustalny (Oblast Wladimir, Russland), machte auf seiner Herbstwanderung Richtung Süd-Westen zweimal auf österreichischem Boden Halt. Die Tagesquartiere befinden sich in der Nähe von Waidhofen/Ybbs und im Thomatal/Lungau (siehe Abbildung Flugroute, Männchen "53" in blau: Peilorte Nr. 11 und 12).

Danach ging es weiter nach Slowenien und Italien. Die aufgezeichnete Gesamtstrecke von Russland bis Italien beträgt für dieses Individuum 2515 km (Luftlinie) und 3360 km (Flugstrecke). Die maximale Tagesstrecke des Männchens wurde mit 445 km berechnet. Stolze Leistung!

Der wissenschaftliche Artikel unserer russischen Kollegen ist bei Springer erschienen (auf Englisch) und ist hier abrufbar: https://rdcu.be/dqR58 oder unter Autumn Migration of Greater Noctule Bat (Nyctalus Lasiopterus): through Countries and over Mountains to a New Migration Flight Record in Bats | Doklady Biological Sciences (springer.com)






Im Batlife Europe Webinar wird Dr. Andreas Zahn (Bayern) die Fledermaus des Jahres 2024-25, das Mausohr (Myotis myotis) vorstellen. Andreas beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Mausohren - unter anderem hat er über diese Art promoviert - und kann für die Vorstellung dieser Art aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen.

Vortrag in ENGLISCH
Online (via Zoom)
Datum: Mittwoch, 17. Jänner 2024, 20:00 Uhr

Bitte um kurze Anmeldung (batlifeeurope@bats.org.uk), der Link zum Online-Vortrag (über das Programm „Zoom“) wird euch dann zugesandt!

Bitte auch die nächsten Batlife Europe Webinare vormerken (Details folgen):

Montag, 12. Februar 2024 „Bats and Climate Change“ Danilo Russo (Uni Neapel, Italien)
Donnerstag, 22. Februar 2024 „The Noctule Project“ Markus Melber (Bundesverband für Fledermäuse Deutschland)




National Geographic und EUROBATS haben einen Kurzfilm zum Thema Umwelt- und Artenschutz gemacht:
https://www.nationalgeographic.com/environment/article/paid-content-how-a-dandelion-can-hold-back-a-flood-initiating-the-butterfly-effect-for-good

Was man im Garten so treibt, kann unerwartete und weitreichende Folgen haben. So nährt der heimische Löwenzahn (gerne als "Unkraut" angesehen) u.a. eine Schwebfliegenart, die Wanderungen bis in die Schweiz zurücklegt. Hier steht sie am Speiseplan der Zwergfledermäuse, welche ihrerseits Wanderungen bis nach Spanien unternehmen. In Spanien werden die Fledermäuse in einem speziellen bat reserve mit Ersatzquartieren verwöhnt und zum Bleiben bewegt. Man macht sich ihre Jagdkünste auf (Schad-)Insekten zu Nutze und verzichtet auf den Einsatz von künstlichen Pestiziden.
In Malaysia, wiederum, helfen Fledermäuse und Flughunde den Fortbestand des Mangrovenwaldes zu sichern (sie sind wichtige Bestäuber der Pflanzen!) und der Wald schützt die Küste vor Bodenerosion und der zerstörerischen Kraft von Fluten. So hat die Nahrungsstrategie von Fledermäusen einen positiven Effekt auf das Wohl der ansässigen Bevölkerung; wenn man sie nur gewähren lässt ...

Also - ab der neuen Saison - ein bisschen weniger "Unkraut" zupfen im heimischen Garten! Wer weiß, wofür es gut ist ; )




Das Team der KFFÖ wünscht Euch/Ihnen ein gesundes, zufriedenes und erfolgreiches Jahr 2024!

Bei vielen Tätigkeiten im Fledermausschutz in Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien sind wir auf Eure/Ihre Mithilfe angewiesen. Wir hoffen, auch 2024 wieder auf Eure/Ihre Unterstützung. Wir freuen uns schon auf viele spannende gemeinsame Aktivitäten!